Praxisbeispiele von Lidl zu den 5 PERMA Faktoren aus dem positive Leadership

Aktualisiert: Jan 8

Positiv Leadership ist die wissenschaftliche Basis für die Veränderungen im Konzern bei LIDL. Wie den konkrete Beispiele zur Umsetzung ausschauen, dass erzählt uns Daniela Pollhammer heute. Von der Praxis für die Praxis.


Durch die PERMA Workplace Befragung in den Filialen haben wir ganz viele Maßnahmen sammeln können, die wir dann den anderen zur Verfügung stellen - also von der Filiale für die Filiale.


Wir haben dort zum Beispiel PERMA (P) positive Emotionen, wie leben wir positive Emotionen, wie setzen wir diese um in der Filiale, waren zum Beispiel, dass man in der früh, wenn man Obst und Gemüse aufbaut Musik hört oder einmal ein "Schmäh" dazwischen wie man auf gut österreichisch sagt, ein Witz eine lockere Stimmung.


Bei Engagement (E) ist einfach die Mitarbeiter nach Stärken einsetzen. Dass heißt, wenn jetzt Einer kommt zum einarbeiten dann darf der Mitarbeiter der super Brot aufbäckt oder unser "Superbäcker" darf dann den neuen Mitarbeiter einlernen weil der ist da ganz stark darin. Mitarbeiter stärkenorientiert einsetzen.


Beim Thema Relationship (R) ist es so, dass man zum Beispiel gemeinsame Geburtstag feiert man einen Kaffee trinkt, sich zusammensetzt und einen Kuchen gemeinsam isst. Teambudget ist zum Beispiel auch was. Unsere Firma stellt uns ein Budget zur Verfügung, damit wir gemeinsam im Team was machen können. Das alles stärkt natürlich den Zusammenhalt. Wir haben eine MitarbeiterAPP, wo sich Mitarbeiter untereinander austauschen können, österreichweit. Da wird gepostet vor allem jetzt in der Corona Situation, sind da gegenseitig Nachrichten zu pushen und zum stärken aufgetaucht. Wir haben eine Mitarbeiterin gehabt, die hat ein LIDL Lied in dieser Corona Zeit kreiert und den

Kollegen und Kolleginnen vorgespielt. Das war ganz schön, dieser Zusammenhalt der da zu spüren war.


Meaning (M) ... in unserer internen Kommunikation schreiben wir immer den Sinn dahinter. Was hat das für einen Sinn, warum man das und das jetzt machen. Meaning war natürlich gerade in diesem 2020 Corona Jahr ein ganz großer Punkt zum Thema organisationale Resilienz. Dieses Meaning hat uns extrem widerstandsfähig gemacht zu trotzen. Meaning war das


Thema "Wir versorgen Österreich mit Lebensmitteln!"

Das war ganz stark in diesem Jahr, dieser Sinn dahinter, warum wir da sind, warum wir uns einem Risiko aussetzen, weil jeder Filialmitarbeiter war oder ist nach wie vor einem Risiko ausgesetzt aber "Wir sind systemrelevant! Wir halten die Versorgung Österreichs aufrecht!" war ein ganz großes Sinnthema.


Accomplishment (A) ist das Ziele feiern. Oft erreicht man was und geht gleich zum nächsten über. Da soll man schon mal innehalten und sagen "Hey, schaut's mal was ich erreicht hab!" Da gibt es verschiedenste Ideen, welche sich da herauskristallisiert haben. Es gibt weiße Magnetwände. Wenn jemand was erreicht hat wird das aufgehängt und sichtbar gemacht für alle. Wir haben in einer Abteilung ...das habe ich total lustig gefunden ... wenn da ein Ziel wird, wird eine Glocke geläutet damit alle wissen "Hey, ich habe ein Ziel erreicht!" Also es gibt ganz viele verschiedene Maßnahmen und da möchte ich zum großen AHA-Effekt kommen. Für uns ... wir haben uns gedacht wir führen positive Leadership ein und verändern damit die LIDL Welt. Draufgekommen sind wir, dass es gar nicht das große Ganze ist, sondern dass das große Ganze entsteht durch viele viele Kleinigkeiten. Und das sind diese Kleinigkeiten... musikhören... gemeinsamen Kuchen essen... ein Danke ... ein Lächeln ... es sind ganz viele viele Kleinigkeiten die diesen positiven Spirit dann ins Unternehmen tragen durch dieses Einbauen in Prozesse aber es geht immer um Kleinigkeiten.


Das war bei uns der große AHA-Effekt. Bei uns ist dann der Slogan entstanden "The LIDL things make the difference!" Wir haben dann gleich unser Logo eingebaut in diesen AHA-Effekt. Das haben wir gemerkt, das war für uns eine ganz große Erkenntnis, dass es um viele viele kleine Dinge geht. Unsere Reise geht weiter in Richtung positiv Leadership, geht weiter in diese vielen vielen Kleinigkeiten. Wir sind noch lange nicht am Ende. Frage ist "Wann ist man am Ende beim Thema Kultur?" Wir werden weitermachen und unserer Reise geht weiter.


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